Intrexx in Schulen

Verbesserte Kommunikationsstrukturen zwischen Schulen und Schulverwaltungen dank Intrexx

Ein bundesweit einzigartiges Intra-/Internetprojekt läuft jetzt an den Freiburger Schulen. Ausgangspunkt war vor einem Jahr der Plan des Landes Baden-Württemberg, die herkömmliche postalische Kommunikation zwischen Schulen und Ministerien durch elektronische Wege zu ersetzen. Kommunikations-InfraStruktur mit den Schulen (KISS) lautet der Titel des Landesprojekts.

"Das Schul- und Sportamt hat die technisch-organisatorischen Vorgaben des Landes gemeinsam mit verschiedenen Partnern in einem kreativen Prozess zu einer Freiburger Lösung weiter entwickelt. Sie macht aus KISS ein umfassendes Informations- und Kommunikationssystem für alle am Schulwesen Beteiligten und ermöglicht damit modernstes Schulmanagement", erklärte Schulbürgermeisterin Gerda Stuchlik heute bei der Präsentation des Systems gegenüber der Presse.

Während das Landes-Konzept vorsah, jeder Schule einen PC als alleiniges Bindeglied zu den KISS-Strukturen zur Verfügung zu stellen, ist die "Freiburger Lösung" weit umfassender. Gemeinsam mit den LehrerInnen der Beruflichen Schulen, verschiedenen Firmen und BelWü, dem Betreiber des Landeshochschulnetzes in Baden-Württemberg, hat das Schul- und Sportamt ausgehend von den Vorstellungen des Landes ein weit darüber hinaus gehendes komplexes System entwickelt. So bezieht es (was ursprünglich nicht vorgesehen war) das Schul- und Sportamt als Schulträger ein, vereinfacht die Arbeit in den Verwaltungen, indem es bisherige Arbeitsplätze in die KISS-Strukturen eingliedert und erweitert das ursprünglich auf die Verwaltung beschränkte System zu einem Informations- und Organisationssystem für LehrerInnen und SchülerInnen der Freiburger Schulen.

Die enge Zusammenarbeit des Schul- und Sportamts mit anderen Partnern macht es zudem möglich, die Kosten durch günstige Anschlussbedingungen niedrig zu halten. So betragen die monatlichen Internet-Gebühren nur 35 Euro pro Schule. Auch dass man das System für alle Beteiligten gleichzeitig und einheitlich einrichtet, spart Zeit und Kosten - zumal Möglichkeiten der Fernwartung von vornherein berücksichtigt wurden. Unter dem Strich erspart die "Freiburger Lösung" den Schulen gegenüber dem Vorschlag des Landes einen Betrag von mindestens 4.000 Euro pro Monat - und das, obwohl sie bereits alle absehbaren künftigen Entwicklungen von Intranet und Internet abdeckt.

Alle 75 Freiburger öffentlichen Schulen sind bereits an das KISS-System angeschlossen. Auch die Privatschulen im Stadtkreis können an der Kommunikationsplattform teilnehmen, wenn das Land es zulässt. Insgesamt investierte die Stadt Freiburg dafür 150.000 Euro, allein im Jahr 2002 betrug das Budget für EDV-Anschaffungen rund 2 Millionen Euro.

Heute gibt es an Freiburgs Schulen 106 Computerräume, rund 3.000 PCs werden im Unterricht eingesetzt und etwa 300 Geräte befinden sich in den Schulverwaltungen. Wichtige Grundlagen für den Aufbau eines gemeinsamen Intranets hat das Schul- und Sportamt seit dem Jahr 2000 geschaffen, indem es eine einheitliche Konzeption für die Software-Installation in EDV-Räumen entwickelt, die Richtlinien für das Beschaffungswesen vereinheitlicht und klare Vorgaben für die EDV-Unterstützung formuliert hat.

Durch den KISS-Anschluss haben die Schulen unter anderem die Möglichkeit, E-Mails zu senden und zu empfangen, interne Bestellungen aufzugeben, Lehrpläne, Stundenpläne und Vertretungspläne zu führen, Adressenlisten, Telefonverzeichnisse und Inventarverzeichnisse zu führen sowie Räume, Dokumente oder Medien zu verwalten. Damit können LehrerInnen und SchülerInnen innerhalb der Schule per Intranet und künftig auch über eine gesicherte Verbindung von zu Hause aus die mit unterschiedlichen Zugriffsrechten versehenen Daten einsehen.

Auch der professionelle und einheitliche Internet-/Intranet-Auftritt aller Schulen ist wichtiger Bestandteil der "Freiburger Lösung". Das Freiburger Software-Unternehmen United Planet stellte dafür im Rahmen einer freien Kooperation ohne Vertragsbindung (Public Private Partnership) die entsprechenden Software-Lizenzen zur Verfügung.

Wesentliche Hilfe bei der Entwicklung des Projekts leisteten die Beruflichen Schulen indem sie einen praxisbezogenen Orientierungsrahmen für die Anpassung der Software lieferten, die Firmen Datacapo (mit der Anpassung der Software und technischer Beratung) und Cisco (für die Anbindung des Netzwerks an das Internet, den so genannten Router, verantwortlich) sowie Hochschulnetz-Betreiber BelWü, der das Vorhaben in Form eines Pilotprojekts ins eigene Netz aufgenommen hat.

In welchen inhaltlichen und zeitlichen Schritten die Weiterentwicklung der "Freiburger Lösung" an den einzelnen Schulen verwirklicht wird, entscheiden diese selbst.

© Stadt Freiburg, Presse und Informationsamt
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